Oktober 24, 2021

Aslan ist in Bewegung! – Br. Geoffrey Tristram

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John 10: 22-30

‚ Es war Winter, und Jesus ging im Tempel, im Portikus Salomos.‘ ‚Es war Winter. Ich war im Winter in Jerusalem, und es lag Schnee auf dem Boden, und es war bitterkalt. Wir denken an Jesus in leichten, fließenden Gewändern und Sandalen, der in warmen und sonnigen Gefilden predigt. Aber nicht in unserem heutigen Evangelium. John sagt uns ganz konkret, dass es Winter war. Normalerweise markiert Johannes die Zeit, indem er sich auf die jüdischen religiösen Feste bezieht, aber hier sagt er uns sehr pointiert, dass es Winter war. Wie so oft für John, scheinbar unbedeutende Worte tragen eine tiefe, symbolische Bedeutung. ‚Es war Winter, es war Nacht…‘

Diese Geschichte am Ende von Kapitel 10 markiert den Höhepunkt mehrerer Kapitel, in denen die zunehmend feindseligen Kontroversen zwischen Jesus und den jüdischen Führern beschrieben werden. Hier an diesem Wintertag, im Tempel selbst, werden die Worte immer kalter und bitterer. Jesus besiegelt schließlich sein Schicksal, indem er unmissverständlich erklärt: „Der Vater und ich sind eins“, und die Juden nehmen Steine auf, um ihn zu Tode zu steinigen.

Es war Winter in Narnia, als die Kinder in C. S. Lewis ‚beliebten Geschichten zum ersten Mal durch die Garderobe in dieses magische Land eintraten. Lucy ging zuerst. Sie stand mitten in einem Wald, mit Schnee unter ihren Füßen und Schneeflocken, die durch die Luft fielen. „Warum ist hier Winter?“ „Die Hexe hat es immer Winter und nie Weihnachten gemacht. Aber Aslan ist in Bewegung.“‚

Jesu heftiger Streit mit den Juden im Tempel an jenem Wintertag markiert den Punkt des tiefsten Winters im Johannesevangelium. Aber unmittelbar danach haben wir die Geschichte von der Auferweckung des Lazarus. Aslan ist in Bewegung. Das nächste Mal, wenn Jesus nach Jerusalem kommt, ist der Winter vorbei, die Palmen sind in Blättern, und er tritt triumphierend auf einem Esel ein, um in sein Leiden, seinen Tod und seine glorreiche Auferstehung einzutreten.

Für uns jetzt in Massachusetts ist der Winter endlich vorbei, und diese letzten Tage haben das herrliche Kommen des Frühlings gesehen, mit Bäumen, die in Blätter und Blüten platzen. Ich habe immer die Beschreibung des Frühlings in Narnia geliebt. Edmund hörte ein seltsames Geräusch, das Geräusch von fließendem Wasser. Ringsum ratterten, murmelten, blubberten, plätscherten und brüllten die Bäche. Dann sah er zum ersten Mal das Dunkelgrün einer Tanne, und langsam schüttelten immer mehr Bäume ihre Schneekleider ab. Wellen von köstlichem Sonnenlicht fielen auf den Waldboden und man konnte einen blauen Himmel über den Baumwipfeln sehen. Bald geschahen weitere wunderbare Dinge. Als er in eine Lichtung von Silberbirken kam, sah er den Boden in alle Richtungen mit kleinen gelben Blüten bedeckt – Schöllkraut. Dahinter fanden sie Schneeglöckchen wachsen, und dann ein Dutzend Krokusse – Gold und Lila und weiß. Und dann ein Geräusch, das noch köstlicher ist als das Geräusch des Wassers. Ein Vogel zwitscherte von den Zweigen eines Baumes, und bald klingelte der ganze Wald mit Vogelmusik. Der Himmel wurde blauer und blauer. In den weiten Lichtungen gab es Primeln. Die Bäume begannen vollständig zu leben. Die Lärchen und Büsche waren mit Grün bedeckt, die Viburnums mit Gold. „Das ist kein Tauwetter“, sagte der Zwerg. „Das ist Frühling. Der Winter ist zerstört. Das ist Aslans Sache.“

Der Winter ist zerstört. Der Tod ist besiegt. Wie die Blätter und Blüten hervorbrachen, so brach Jesus aus dem Grab hervor. Siehe, ich mache alles neu! Es gibt so viele Gründe in unserer Welt, warum sich unser eigenes Herz gefroren oder winterlich anfühlt: Angst, Unruhe, Unsicherheit, Einsamkeit, Trauer. Doch Aslan ist in Bewegung. Der auferstandene Herr sehnt sich danach, sich uns zu nähern und uns dem Feuer seiner Liebe immer näher zu bringen. Um unsere Herzen mit Hoffnung und Freude zu wärmen. In den Worten der Hymne: ‚Wenn unsere Herzen winterlich sind, trauern oder Schmerzen, Deine Berührung kann uns wieder zum Leben erwecken.

Öffne in deinen Gebeten dein Herz für Jesus und lade ihn ein, sich zu nähern. Erlaube ihm, dich neu zu berühren und dich mit neuem Leben und neuer Hoffnung zu füllen. Höre tief auf seine gnädigen Worte an dich:

‚Steh auf, meine Liebe, meine Schöne, und geh weg. Im Moment ist der Winter vorbei, der Regen ist vorbei und vorbei. Die Blumen erscheinen auf der Erde.‘ Halleluja. (Das Hohelied Salomos Ch. 2 verse 10-12)

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